Fürstenwalde

  • Beitrags-Kategorie:Landkreis Schluckenau
  • Beitrag zuletzt geändert am:10. Mai 2024
  • Lesedauer:4 min Lesezeit

Geschichte

Die in 600 m Meereshöhe, am Fuße des Pirskenberges gelegene selbständige Gemeinde Fürstenwalde, gegründet als reine deutsche Siedlung vor 1478, hatte nur 149 Einwohner und hatte den Charakter eines Gebirgsdorfes.
Seine Bedeutung lag deshalb in erster Linie in der schönen Waldlandschaft mit lohnenden Ausblicken und dem Besuch von Naturfreunden. Fürstenwalde wahr seit 1668 nach Zeidler eingepfarrt.
Es hatte eine kleine, 1775 wurde die Kapelle St. Johannes der Täufer erbaut. 1858 wieder aufgebaut, 1978 abgerissen. In der Nähe der Siedlung ist zu verschiedenen Zeiten Bergbau betrieben oder wenigstens versucht worden.
In einem Sägewerk wurde das Holz der umliegenden Wälder verarbeitet.
Die Toten wurden in Zeidler bestattet. Die Kinder besuchten die Schule in den ersten fünf Jahren in Altgrafenwalde, in den letzten drei Jahren die Bürgerschule in Groß-Schönau.
Anfang der 40er Jahre hatte der Ort 36 Häuser, mit 171 Bewohnern. Die Freiwilliger Feuerwehr bestand aus 12 Mitgliedern.

Sehenswertes

Das Kriegerdenkmal für die drei im Ersten Weltkrieg gefallenen Bewohner.[1]

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Heute

Knížecí (deutsch Fürstenwalde) ist ein Ortsteil der Stadt Velký Šenov (deutsch Groß-Schönau) im Okres Děčín. Sie liegt etwa 3,5 km südöstlich von Velký Šenov. Es gibt 9 registrierte Adressen. Im Jahr 2011 hatte der Ort sechs Einwohner.

Knížecí ist auch der Name des Katastergebiets mit einer Fläche von 3,62 km²

2007 ist das ehemalige deutsche Fürstenwalde ein Ort der Agonie. Noch gibt es gerade mal 8 nutzbare Häuser, nur zwei davon sind ständig bewohnt, eines von der letzten ursprünglichen deutschen Einwohnerin.
Die übrigen Häuser werden nur sporadisch als Ferienwohnung benutzt.

Niederlandhefte -Schriftenreihe des Bundes der Niederländer“ Wilhelm Pfeifer S.39 – HEFT 9 – 1977
Geschichte des Niederlandes“ Karl Richter 1960
Heimatkunde des politischen Bezirkes Rumburg“ Anton Hockauf 1885
Die deutschen Heimatführer“ Band 17/18 Sudetenland – Druck 1939

„Unser Niederland“ – Ausgabe September 2007 S.266-267 – Dr.Josef Grohmann [1]

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